Dienen und dienen lassen (Fortsetzung)

...Jesus sieht es andersherum. Denn gerade im Dienen zeigt sich die Stärke. Gerade weil er auf die Demonstration von Macht verzichtet, entfaltet sich die Kraft seiner Botschaft von der Liebe Gottes. Und diese Botschaft heiβt: Dient einander! Erhebt euch nicht der eine über den anderen. Fragt nicht zuerst: Was nützt es mir, sondern: Dient es auch dem anderen, dient es zum Guten?


Aber hei?t das nun, dass man sich nicht bedienen lassen darf? Natürlich nicht! Gegen Dienstleistungen ist ja nichts auszusetzen, sofern sie angemessen entlohnt werden – was leider oft nicht der Fall ist.
Es geht eher um eine Frage der Haltung: Geht es mir v.a. um mich selbst und meinen persönlichen Nutzen und Erfolg, oder habe ich auch die anderen im Blick.
Eigentlich sollte unser Handeln immer von dieser Frage geleitet werden: Dient das, was ich tue, meinem Nächsten? Oder wozu dient es sonst?
Insofern sind wir alle in unserem Handeln immer auch Dienende.

Und gerade leitende Positionen sind Dienstfunktionen. Politiker sind Diener des Volkes – oder sollten es sein. Pastoren und Priester sind Diener ihrer Gemeinde und der Kirche – oder sollten es sein. Und so kann man viele Beispiele finden.
Wo dieser Dienst-Aspekt von Leitung und Macht nicht gesehen wird, kommt es leicht zu Machtmissbrauch.
Vielleicht kann uns diese Frage durch die Passionszeit hindurch auf Ostern zu begleiten, wo immer wir: Dient das, was ich tue, meinem Nächsten?
Denn wenn alle so fragen und handeln ist allen gedient!

Einen guten Start ins Neue Schuljahr und eine gesegnete Passionszeit wünscht
Euer Pastor Friedemann Bauschert


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