La Reconciliacion
   

Gedanken zum Gedenken (Fortsetzung)

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Doch auch wenn diese Reihe des Gedenkens alle Jahre wieder unseren (kirchlichen) Kalender bestimmt, wird sie nicht zur „Routine“. Gerade das Erinnern stellt uns immer wieder mitten hinein ins Leben und lässt uns nach vorne blicken.

Wenn wir uns am Totensonntag an die Verstorbenen des vergangenen Jahres erinnern, wollen wir dazu helfen, dass Menschen Wege aus der Trauer finden. Denn am Totensonntag, der zugleich Ewigkeitssonntag heißt, macht das gemeinschaftliche Erinnern Hoffnung über den Tod hinaus.
Das Gedenken am 9. November stellt uns an die Seite unserer jüdischen Geschwister. Die Erinnerung ist wichtig, um Antisemitismus und jeglichem Hass keine Chance mehr zu geben.
Das Gedenken an die Kriegstoten im Gottesdienst am Volkstrauertag, den wir gemeinsam mit unserer Schwester-gemeinde der ILCH in der Kirche „El Redentor“ feiern, ist nicht nostalgische Heldenverehrung, sondern Mahnung zur Wachsamkeit. Denn in einer Welt, in der Krieg nach wie vor ein legitimes Mittel der Politik zu sein scheint, sollten (nicht nur) Christen wachsam sein.

Als Christen wissen wir aber auch, dass wir mit gutem Willen, guten Worten und guten Taten allein weder Trauer noch Leid, weder Friedlosigkeit noch Fanatismus besiegen werden. Deshalb richten wir unsere Hoffnung auf Gott. Denn Gott ist ein Gott des Friedens. Zugegeben: Manchmal kann man daran zweifeln und verzweifeln.
Oft genug ist es ein Vertrauen „trotz allem“. Doch gerade deshalb gilt es, nicht locker zu lassen, sondern Gottes Verheißungen vernehmbar zu machen, damit sie wahr werden können – wie z.B. der Monatsspruch für November, der gut passt zum Monat des Gedenkens:

Und Gott wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. (Jes 2,4)

Dass der Gott des Friedens Euch begleiten möge wünscht Euch Euer
Euer Pastor Friedemann Bauschert


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